Barnaby Mossford erzählt
Barnaby Mossford ist Friedhofswärter. Er spricht nicht viel, aber wenn er es tut, hören sogar die Krähen auf zu krächzen. Er kennt jeden Namen, der je auf einem viktorianischen Grabstein stand, denn die Toten erzählen ihm Dinge. Er lebt zwischen Grabreihen und trinkt seinen Tee mit einem Löffel Erde. Barnaby erzählt Geschichten von Menschen, die im viktorianischen London lebten, liebten, scheiterten oder verschwanden – und die man nicht vergessen sollte. Vor Jahren ist ihm die kleine Mortis zugelaufen, ein unsterbliches, schwarzes Eichhörnchen.
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Ganz London lachte ihn aus: Wie die erste Wettervorhersage der Welt ihren Erfinder vernichtete
Wir alle kennen diesen kurzen, fast automatischen Blick aufs Smartphone am Morgen. Eine kleine Wolken-Grafik, eine Prozentzahl für die Regenwahrscheinlichkeit, und schon steht die Entscheidung, ob die Übergangsjacke reicht oder der Regenschirm mitmuss. Wir ärgern uns maßlos, wenn der angekündigte Schauer ausbleibt, und noch mehr, wenn uns zehn Minuten nach Verlassen des Hauses ein Regenguss überrascht, den keine App vorhergesehen hat. Dieser morgendliche Wisch über den Bildschirm geht auf einen einzelnen Mann zurück, der im feuchtkalten, rußigen London der 1850er-Jahre saß und etwas wagte, das seine Zeitgenossen nicht nur für puren Hochmut, sondern für eine gotteslästerliche Anmaßung hielten. Robert FitzRoy,…